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Eine Unternehmensgründung auf Zypern bietet infolge einer starken
Volkswirtschaft und geringer Steuersätze viele Vorteile. Bereits zum Zeitpunkt
des EU-Beitritts zum 01.01.2004 erfüllte Zypern die Konvergenzkriterien für den Euro, der seit
dem 01.01.2008 eingeführt ist. Wichtigste Kennzahl für die
Wirtschaftsentwicklung ist der Auslandstourismus.
Zypern hat eine starke
Infrastruktur für die internationale Geschäftswelt von Unternehmen und Banken. Bis
zum EU-Beitritt gab es in Zypern einen steuerbefreiten Offshore-Sektor.
Voraussetzung für den EU-Beitritt war, dass Zypern seinen Offshore-Sektor
aufgibt und die Besteuerung an die inländischen Unternehmen anpasst. Dieses
Denken in Zypern im Hinblick auf Unternehmen, die steueroptimierte Lösungen
suchen, setzte sich fort, so dass das Land quasi eine EU-Steueroase
darstellt. Unternehmensgewinne werden nur mit 10 % pauschal besteuert.
Inlandsfirmen müssen auf ausgeschüttete Dividenden 15 % Steuern abführen. Die
effektive Steuerbelastung beträgt derzeit 9,7 %. Weitere Steuervorteile im
Hinblick auf Deutschland ergeben sich durch das Doppelbesteuerungsabkommen mit
Deutschland. Die Einkommensteuer beträgt zwischen 0 und 30 %. Die Art und Höhe
der Abschreibungen von Wirtschaftsgütern für steuerliche Zwecke sind gesetzlich
geregelt. Gebäude werden in 25 Jahren und Maschinen in 10 Jahren abgeschrieben.
Die Abschreibung von immatariellen Wirtschaftsgütern richtet sich nach dem
Ansatz in der Handelsbilanz und der tatsächlichen Nutzungsdauer.
Steuerlich besonders interessant ist Zypern für Holdinggesellschaften.
Hinderlich könnte sein, dass die Amtssprache Griechisch ist. Allerdings gibt es
ein intensives Netzwerk von Dienstleistern, die eine Unternehmensgründung
komplett übernehmen und das Unternehmen weiterhin betreuen, von der so
genannten "Briefkastenfirma" bis zum operativ tätigen Geschäftsbetrieb. |